Herzliche Einladung zu Gespräch und Diskussion:
„Wir sind anders, als ihr denkt.“ Der arabische Feminismus
am Donnerstag, 16. Januar, 19.30 Uhr, Haus der Evangelischen Gemeinde (Großer Saal)
Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,
geht es um „den“ Islam, dann geht es schnell um die Stellung der Frau in islamisch-geprägten Gesellschaften. Dabei ist die Stellung von Frauen in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich. Deshalb lade ich Sie gerne in unseren nächsten christlich-islamischen Gesprächskreis ein:
„Wir sind anders, als ihr denkt.“ Der arabische Feminismus
mit Claudia Mende (München)
am Donnerstag, dem 16. Januar, um 19.30 Uhr,
im Haus der Evangelischen Gemeinde (Großer Saal), Wilhelm-Wester-Weg 1.
Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.
Links zu Rezensionen finden Sie unten.

Feministische Bewegungen sind beispielsweise gerade im Iran in den Schlagzeilen, aber in vielen arabischen Ländern gibt es starke Frauenbewegungen, die im Westen kaum wahrgenommen werden. Die Journalistin Claudia Mende („Qantara“) hat einige Länder bereist und ihre Eindrücke in ihrem Buch verarbeitet. Claudia Mende berichtet aufgrund eigener Begegnungen insbesondere in Tunesien, Marokko, und Jordanien.
Auf der Frankfurter Buchmesse konnte ich Claudia Mende selbst erleben, und ich war sehr fasziniert von dem Buch und der Diskussion, die schon da ansetzte. Besonders schön finde ich, dass auch Dürener Migranten-Selbstorganisationen diese Veranstaltung unterstützen und sich beteiligen.
In Düren wird Claudia Mende über die Schilderung des sog. „Staatsfeminismus“ der 60er/70er Jahre und die Arabellion hinaus einen Schwerpunkt auf den „islamischen Feminismus“ legen und auf die Situation in Marokkko, wo in den letzten Jahren eine spannende Dynamik entstanden ist.
Die Referentin Claudia Mende, aufgewachsen in den USA, Frankreich, Jordanien und Ägypten, studierte Theologie, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte in Bonn und Münster. Die Diplom-Theologin arbeitete in der Entwicklungszusammenarbeit und dann als freie Autorin mit dem Schwerpunkt Naher Osten und Nordafrika.
In der Buchankündigung heißt es: „Unternehmerinnen, Menschenrechts-Anwältinnen, Politikerinnen? Viele Menschen im Westen können sich nicht vorstellen, dass es solche Frauen in der arabischen Welt gibt. Denn es passt nicht zum gängigen Stereotyp der »passiven, unterdrückten arabischen Frau«. Aber die schablonenhaften Bilder verhindern den Blick auf die Lebensrealität dieser Frauen. Sie streiten seit mehr als hundert Jahren für ihre Rechte, kämpfen gegen Gewalt und für Selbstbestimmung über ihre Leben und ihre Körper. Sie fordern gleiche Rechte und ein Ende männlicher Dominanz. Dieses Buch blickt zurück auf die Anfänge des arabischen Feminismus und begleitet seine Entwicklung bis heute.
Kenntnisreich analysiert Claudia Mende die regionalen Entwicklungen, aber auch den Einfluss des westlichen Feminismus auf sein Pendant im Orient. Dabei beschränkt sich die Autorin nicht darauf, über arabische Frauen zu berichten. Sie lässt sie selbst zu Wort kommen und zeichnet so ein facettenreiches Bild des arabischen Feminismus.“
Herzliche Grüße,
Ihr Dirk Siedler
